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Bindungsangst, Narzissmus, empathische Liebe

Eine interessante Mischung

Haben Sie schon einmal jemanden geliebt, der Ihnen ständig das Gefühl gab, nicht gut genug zu sein? Der Sie abwechselnd umgarnte und abwies, je nach seiner Laune? Der Ihnen nie das geben konnte, was Sie sich von einer Beziehung wünschen? Dann sind Sie vielleicht an einen Narzissten geraten, der unter Bindungsangst leidet. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie solche toxischen Beziehungen erkennen und vermeiden können. Außerdem lernen Sie, wie Sie eine empathische Liebe aufbauen können, die auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert.


Bindungsangst, Narzissmus und empathische Liebe: Wenn Gegensätze aufeinanderprallen

Liebesbeziehungen sind komplexe Gebilde, in denen verschiedene Persönlichkeiten und Bedürfnisse miteinander vereint werden sollen. Spannend wird es, wenn Partner mit gegensätzlichen Prägungen und Ängsten aufeinandertreffen – zum Beispiel, wenn Bindungsangst auf Narzissmus trifft.

Bindungsangst, die Übersicht:

  • Vermeidung von Nähe und Intimität:
    • Distanzierung im emotionalen und körperlichen Bereich
    • Abwehr von Komplimenten und Liebeserklärungen
    • Sabotage von gemeinsamen Aktivitäten
  • Kontrollbedürfnis und Misstrauen:
    • Eifersucht und ständiges Hinterfragen des Partners
    • Bedürfnis nach ständiger Kontrolle und Kontakt
    • Angst vor Verlassenwerden und Ablehnung
  • Schwierigkeiten mit Kommunikation und Verpflichtung:
    • Probleme, Gefühle und Bedürfnisse zu äußern
    • Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen
    • Angst vor Bindung und langfristiger Verpflichtung

Bindungsangst, die Erläuterungen

Menschen mit Bindungsangst sehnen sich nach Nähe, können sie aber nicht zulassen. In welch ambivalentem Verhalten sich das ausdrücken kann und wie man als Partner erkennt, ob man an einen Bindungsphobiker geraten ist, lesen Sie hier. Die meisten Menschen in unserer Paarberatung, sehnen sich nach einer stabilen Partnerschaft, die von Treue zu sich selbst und zum Partner und vom gegenseitigen Vertrauen lebt. Die Realität sieht jedoch anders aus. Oftmals folgen nach einer negativen Erfahrung in einer Beziehung Unzufriedenheit, Enttäuschung und Perspektivlosigkeit. Wenn man im Gespräch dann etwas tiefer in die Geschichte der Menschen eintaucht, findet man auch hier Ursachen in früheren Lebensphasen, die sich auf das gesamte Erwachsenenleben auswirken. Dazu gehört die Angst vor Nähe in einer Beziehung. Wie die Beobachtung zeigt, trägt fast jeder Mensch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Bindungsangst in sich. Wer sich dessen nicht bewusst ist und aus seinen Verhaltensmustern nicht ausbrechen kann, ist ihnen ausgeliefert. Wer sich hingegen diesen Ängsten stellt und sie bezwingen kann, hat die Chance, glückliche und stabile Beziehungen zu führen.

Viele Partnerschaften scheinen die Klischees immer wieder zu bestätigen. Eine „klammernde“ Frau sucht sich einen Mann, der lieber auf Distanz geht. Innerhalb dieser Beziehung können die Rollen wechseln. Aus den Erfahrungen in der Paarberatung ist es häufig so, dass Frauen eine passive Rolle einnehmen und sich Männer aussuchen, die nicht zu hundert Prozent bereit für eine Beziehung sind. Ein Mann mit ernsthaftem Interesse wird dagegen als langweilig wahrgenommen und nicht in die engere Wahl gezogen. Anscheinend macht es den Mann attraktiv, wenn er sich zurückzieht. Ängstliche Frauen und vermeidende Männer sind wie zwei Magneten, die einander anziehen. Gibt es einen Weg aus diesem Kreislauf heraus? Oh, ja! Indem ich lerne meine eigenen Muster zu durchschauen und zu verstehen, warum ich immer an dieselben Männer gerate oder immer Reißaus nehme, wenn es ernster wird.

Bindungsangst ist auch eine Art Selbstschutz. Man glaubt, die Trennung von einem Partner nicht überleben zu können, so wie man es nicht überleben könnte, von einem Hochhaus zu springen. Ich springe nicht, weil ich leben will. Ich liebe nicht, weil ich überleben will. Dieses System funktioniert nur mit einem gewissen Sicherheitsabstand. Ohnehin ist es viel leichter, man selbst zu sein, wenn niemand einen dabei stört. Aus diesem Muster kann nur ausbrechen, wer es erkennt und ausbrechen will.

Wer unter Bindungsangst leidet, der sucht die Fehler in der Regel beim anderen. „Ich gerate immer an den Falschen“, heißt es dann häufig. Die Krux ist: Bindungsängstliche Menschen sehnen sich nach einer Beziehung. Wenn sie aber verbindlich wird, beginnen die Probleme. Man sucht Distanz, flüchtet sich in Arbeit oder Affären.

Kann man als Erwachsener aus diesem Kreislauf wirklich ausbrechen? Das Problem muss man, wie so oft im Leben, an der Wurzel angreifen. Angst entsteht nicht zuletzt durch ein mangelndes Selbstwertgefühl. Wer sich selbst nicht als liebenswert erachtet, der wird auch kein Vertrauen in jemanden haben, der behauptet, ihn oder sie zu lieben. Menschen, die sich auf der passiven Seite befinden, werden in ihrem labilen Selbstwertgefühl immer wieder bestätigt. Sie werden immer wieder gekränkt und zurückgewiesen. Daraus entstehen auch Schuldgefühle, denn das Bedürfnis des anderen, auf Distanz zu gehen, resultiert aus dessen eigener Unzulänglichkeit ‒ woraus auch sonst? Wäre ich doch größer, hätte ich längere Haare, blaue Augen oder wäre ich klüger ‒ dann könnte mich mein Partner mehr lieben und würde auch wieder meine Nähe suchen.

Derjenige, der sich durch aktives Verhalten in die Distanz begibt, fühlt sich erdrückt. Er sieht seine Freiheit in Gefahr und flüchtet.

Beziehungsmuster bei Bindungsangst und Narzissmus:

  • Vermeidung vs. Dominanz:
    • Der Partner mit Bindungsangst zieht sich zurück, während der narzisstische Partner dominiert und kontrolliert.
    • Nähe-Distanz-Dynamik führt zu Spannungen und Konflikten.
  • Angst vor Verletzung vs. Bedürfnis nach Bewunderung:
    • Der bindungsängstliche Partner befürchtet Ablehnung, während der narzisstische Partner nach ständiger Bestätigung sucht.
    • Missverständnisse und Verletzungen prägen die Interaktionen.
  • Bedürfnis nach Kontrolle vs. Wunsch nach Freiheit:
    • Der narzisstische Partner möchte die Beziehung kontrollieren, während der bindungsängstliche Partner Freiheit und Unabhängigkeit sucht.
    • Machtkämpfe und emotionale Distanzierung sind die Folge.

Narzissmus, die Übersicht:

  • Grandioses Selbstbild:
    • Überhöhung der eigenen Fähigkeiten und Leistungen
    • Bedürfnis nach ständiger Bewunderung und Anerkennung
    • Mangel an Empathie und Rücksichtnahme
  • Bedürfnis nach Kontrolle und Dominanz:
    • Streben nach Macht und Einfluss in der Beziehung
    • Geringes Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse des Partners
    • Neigung zu manipulativen Verhaltensweisen
  • Schwachheit gegenüber Kritik:
    • Kränkbarkeit und Verletzlichkeit bei empfundener Ablehnung
    • Angst vor Versagen und Bloßstellung
    • Abwehr von negativer Rückmeldung

Der Narzissmus, die Erläuterungen

Sich selbst zu lieben, ist zunächst nichts Falsches. Narzissmus hingegen beschreibt ein krankhaftes Verhalten, eine übertriebene Selbstbezogenheit, in der es für andere Menschen keinen Platz mehr gibt. Narzisstische Menschen gieren danach, bewundert zu werden, wollen aber selbst nicht bewundern. Ihnen mangelt es an Einfühlungsvermögen. Es gibt keine gesunde Balance mehr zwischen der Eigenwahrnehmung und der Wertschätzung durch andere Menschen.

Man unterscheidet zwischen einem gesunden und einem ungesunden Narzissmus. Gesund ist diese Selbstliebe dann, wenn man sich selbst mit seinen Bedürfnissen spürt. Man hat eine gesunde Balance aus Selbstachtung und Selbstbewusstsein gefunden und ist in der Lage, sich auch in realistischer Weise anderen Menschen zuzuwenden. Auch Rückschläge und Enttäuschungen können einem gesunden Narzissmus nichts anhaben. Gesunder Narzissmus bedeutet auch, dass man nach Selbstbestätigung und Selbstverwirklichung strebt. Das ist normal und zutiefst menschlich.

Ein ungesunder, krank machender Narzissmus zeichnet sich dadurch aus, dass diese Menschen sich fast ausschließlich sich selbst zuwenden. Sie nehmen lieber, als dass sie geben, sie schauen nicht auf andere, sie lieben nur, um auch selbst geliebt zu werden. Ein solcher Narzissmus kann eine Beziehung zum Scheitern bringen und bringt diese auch meist zum Scheitern, sicher aber in tiefes Leid.

„Ich weiß nicht immer, wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich recht habe!“(Muhammad Ali)

„Eigenliebe ist ein windgefüllter Ballon, woraus Stürme hervorbrechen, wenn man hineinsticht.“ (Voltaire)

„Es stimmt zwar, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben, aber sie sind auch nicht fähig, sich selbst zu lieben.“ (Erich Fromm)

Wie ziehen ein Fazit: Jeder Mensch hat narzisstische Züge. Wir brauchen sie zum Überleben. Wenn dieser Narzissmus aber krankhafte Züge annimmt, wird er zerstörerisch. Zugrunde liegt immer ein gestörtes Selbstwertgefühl. Aus Minderwertigkeitsgefühlen und Versagensängsten heraus resultieren erhöhte Selbstbildnisse. 

Es gibt eine große Bandbreite zwischen gesund und ungesund, zwischen schwarz und weiß. Manchmal sind wir nicht immer narzisstisch, sondern reagieren nur situationsbedingt mit übertriebener Selbstliebe. Manchmal leiden Menschen an einer krankhaften Störung oder sind wirklich boshaft narzisstisch. Nach außen hin fallen narzisstische Menschen immer auf. Ihre übertriebene Wahrnehmung der eigenen Großartigkeit kann skurrile Züge annehmen. Überall ‒ aber vor allem ‒ in einer Beziehung.

Diese Menschen suchen in übertriebener Weise nach Anerkennung. Den Mangel an Selbstvertrauen kompensiert man im Erwachsenenleben dadurch, dass man sich selbst in extremer Weise überhöht. Es ist ein Teufelskreis, denn der krankhaft narzisstische Mensch dringt niemals zum eigentlichen Problem vor, da er es nicht erkennt.

Empathische Liebe:

  • Fähigkeit zur tiefen emotionalen Verbindung:
    • Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Bedürfnisse des Partners
    • Bereitschaft, sich emotional zu öffnen und verletzlich zu zeigen
    • Wertschätzung und Respekt für die Individualität des Partners
  • Bereitschaft zur Kommunikation und Kompromissbereitschaft:
    • Offener und ehrlicher Austausch über Gefühle und Bedürfnisse
    • Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu lösen
    • gemeinsames Streben nach Win-win-Situationen
  • Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe:
    • Annahme des Partners mit seinen Stärken und Schwächen
    • Vergebungs- und Versöhnungsbereitschaft
    • Vertrauen und Loyalität

Empathisch-fürsorgliche Liebe, die Erläuterungen

Diese Liebesart ist bei liebenswürdigen Menschen zu finden, die wirklich nichts Böses wollen und auch keinen Hang zu Hass oder Bösartigkeit haben. Ihr Lebensmotto könnte lauten: „Wenn ich mich genug anstrenge, wird mich mein Partner schon lieben.“ Diese Menschen tun fast alles, um zu gefallen, und tun auch wirklich Gutes. Die Krux an dieser Geschichte ist: Sie tun es nicht selbstlos. An sich wäre dies kein Makel, wenn sie nicht im Stillen die Erwartung hätten, dass der andere, der Partner, das Gleiche tut. Werden diese Erwartungen an eine ständige Zufuhr von Liebe oder eleganter formuliert: einen ständigen Rückfluss von Liebe, Anerkennung und Wertschätzung nicht erfüllt, kann es ungemütlich werden. Diese Menschen wollen viel Zeit mit ihrem Partner verbringen, um ihn zu kontrollieren. Das ist für den anderen vielleicht nicht so klar, aber es ist das Gleiche. Letztlich tritt auch hier der Hunger nach Anerkennung und Unsicherheit aus der Kinderzeit zutage. Meist geht diese Liebesart eine klare Verbindung mit dem Verhalten des passiven Vermeiders ein, wie es im Folgenden beschrieben wird. Eifersucht aufgrund eines nicht vorhandenen eigenen Urvertrauens gehört ebenfalls zu dieser Liebesart.

Fazit dieses Artikels:

Die Begegnung von Bindungsangst und Narzissmus kann eine große Herausforderung sein. Mit dem Bewusstwerden der eigenen Muster und der Entwicklung von Empathie und Verständnis füreinander kann jedoch eine tiefgründige und erfüllende Beziehung entstehen.


Titel des Artikels: Bindungsangst, Narzissmus und empathische Liebe:

Wenn Gegensätze aufeinanderprallen


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